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Krebs bei Kindern und Jugendlichen

02.10.2017 | 0 Comments

DEUTSCHLAND
Etwa 2.000 neu diagnostizierte Krebs-Fälle bei Kindern und Jugendlichen jährlich

EUROPAWEIT
12.000 Neuerkrankungen bei Kindern jährlich

WELTWEIT
Jährlich zirka 160.000 neue Krebs-Fälle bei Kindern und Jugendlichen
Ein Großteil der krebskranken Kinder lebt in den Entwicklungsländern. Während in den Industrienationen etwa 75 Prozent der krebskranken jungen Patienten dank der Früherkennung und verbesserten Behandlungskonzepte überleben, sterben ca. 80 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen in den Entwicklungsländern, da dort die finanziellen Mittel fehlen, um modernste Therapien anzuwenden. Oftmals wird die Krebserkrankung nicht einmal diagnostiziert.
Wobei Krebs ein Oberbegriff für über hundert verschiedene Arten bösartiger Erkrankungen ist.

HÄUFIGKEIT DER KINDER-KREBS-FORMEN
Leukämien (= Blutkrebs) zählen zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen (33,8 Prozent).
Hirntumoren (20 Prozent): die zweithäufigste Diagnosegruppe, gefolgt von Lymphomen (12,7 Prozent).
Bei den Einzeldiagnosen sind am häufigsten:
die akute lymphoblastische Leukämie (27,9 Prozent), das Neuroblastom (8,6 Prozent), das Astrozytom (8,5 Prozent), das Nephroblastom (6,1 Prozent) und das Non-Hodgkin-Lymphom (6,5 Prozent).
Die akute lymphoblastische Leukämie (ALL) überwiegt bei Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren. Bei älteren Kindern weisen Knochentumoren und Lymphome eine vergleichsweise hohe Inzidenz auf.
Krebserkrankungen sind bei Kindern und Jugendlichen sehr selten. Dennoch stellt Krebs in den westlichen Industrieländern bei den Ein- bis 15-Jährigen immer noch die häufigste Todesursache nach Unfällen dar.
Die Heilungschancen konnten in den letzten vierzig Jahren erheblich gesteigert werden. Fortschritte in Diagnostik zur Früherkennung und individualisierter Therapie waren entscheidend für diese Entwicklung. Wesentliche Erfolgsfaktoren der Kinder-Krebs-Forschung waren uns sind dabei internationale Zusammenarbeit der Experten in Netzwerken und Therapie-Optimierungs-Studien.

Einen Anteil an der Steigerung der Überlebenschancen hat auch die in den letzten Jahren rasch stattgefundene Entwicklung neuer Biotechnologien.
Eine weitere Verbesserung der bestehenden Behandlungs-Optionen ist allerdings erforderlich, um letztendlich allen krebskranken Kindern und Jugendlichen die gleichen Heilungschancen bieten zu können.
Kontinuierliche Fortschritte auf dem Gebiet der Kinder-Krebs-Forschung sind kostenintensiv und erfordern intensive Aufklärungs-Arbeit:
Bei immer knapper werdenden Ressourcen und verstärktem Wettbewerb um Fördermittel ist es wichtig, in der Öffentlichkeit und bei Entscheidungsträgern das Verständnis zu wecken, dass für das weitere Anheben der Überlebensraten und für die Steigerung der Lebensqualität der geheilten jungen Menschen die entsprechenden finanziellen bereitgestellt werden müssen.

Was ist Krebs?
Der Körper besteht aus Milliarden von Zellen, die ständig neue Zellen bilden, indem sie sich teilen, während die alten nach einer gewissen Zeit absterben. Als Krebs bezeichnet man alle bösartigen Erkrankungen, die durch ein unkontrolliertes Wachstum von veränderten Zellen gekennzeichnet sind. Bei diesem Prozess entstehen viele unreife Zellen, die sich ständig vermehren, die gesunden Zellen verdrängen, aber im Körper keinerlei Funktion übernehmen.
Krebs kann verschiedene Organe und Gewebe betreffen. Eine Ansammlung von nicht normal gewachsenen Zellen, die eine Geschwulst bilden, nennt man Tumor. Sie zerstören das umliegende Gewebe und bilden Tochtergeschwülste aus. Diese Tochtergeschwülste nennt man Metastasen. Je nach Herkunft der betroffenen Gewebe wird die Krebs-Erkrankung unterschiedlich bezeichnet. Bei Befall der blutbildenden Organe spricht man von Leukämie.

Protonentherapie

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