Der Verein Weg der Hoffnung e.V. (Umut Yolu), der sich seit 25 Jahren für krebskranke Kinder und ihre Familien einsetzt, feierte sein 25-jähriges Bestehen mit einer besonderen Veranstaltung in Oberhausen. Die Jubiläumsfeier fand am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, in der Atrium Eventlocation (Wehrstraße 1, 46047 Oberhausen) statt. Der Einlass begann um 15:00 Uhr. Im Mittelpunkt des Abends standen 25 Jahre Zusammenhalt, Solidarität und Hoffnung.

Zu den bewegendsten Momenten der Feier gehörte die Rede von Aynur Çelikdöven, der Vorsitzenden und Mitbegründerin des Vereins. Mit persönlichen und berührenden Worten blickte sie auf die Entstehungsgeschichte des Vereins, die Herausforderungen der vergangenen Jahre, die Erinnerungen an verstorbene Kinder und die Gemeinschaft zurück, die über ein Vierteljahrhundert hinweg gewachsen ist.

Aus dem Schmerz einer Mutter entstand eine Gemeinschaft

In ihrer Rede erinnerte Aynur Çelikdöven an die Anfänge vor 25 Jahren. Sie erzählte, wie der Verein aus dem Wunsch von Familien entstand, die ähnliche Ängste, Sorgen und schmerzhafte Erfahrungen durchlebten und einander gegenseitig unterstützen wollten.

Damals teilten Eltern krebskranker Kinder dieselben Hoffnungen und Ängste. Sie warteten in denselben Krankenhausfluren, verbrachten schlaflose Nächte und hofften gemeinsam auf gute Nachrichten. Çelikdöven beschrieb die Entstehung des Vereins mit folgenden Worten:

„Wir waren die Menschen, die einander am besten verstehen konnten. Genau so entstand Weg der Hoffnung. Nicht aus der Geschichte eines einzelnen Menschen, sondern aus dem Zusammenhalt von Menschen, die ein ähnliches Schicksal teilten und für ihre Kinder gemeinsam einstanden.“

Von Anfang an sei es darum gegangen, dass sich keine Familie mit ihrem Schicksal allein gelassen fühlen müsse. Mütter sollten anderen Müttern und Väter anderen Vätern zur Seite stehen können. Dass sich aus diesem kleinen Schritt im Laufe der Jahre eine große Gemeinschaft entwickelt habe, sei für sie ein kaum in Worte zu fassendes Gefühl.

Die Erinnerung an die verstorbenen Kinder bleibt lebendig

Die vergangenen 25 Jahre waren nicht nur von schönen Erinnerungen, sondern auch von schmerzhaften Verlusten geprägt. In einem besonders emotionalen Teil ihrer Rede gedachte Çelikdöven der Kinder, die den Kampf gegen ihre Krankheit verloren haben.

„Heute gedenke ich all unserer Kinder, die nicht mehr unter uns sind, in Liebe, Dankbarkeit und tiefer Sehnsucht. Sie waren für uns niemals nur Namen. Sie waren unsere Kinder.“

Sie betonte, dass das Lachen, die Geschichten und die Erinnerungen an diese Kinder im Herzen des Vereins weiterleben und niemals vergessen werden.

Trotz aller schweren Zeiten habe der Verein die Hoffnung nie aufgegeben. Zu sehen, wie Kinder ihre Krankheit überwunden haben, erwachsen geworden sind und heute ihr eigenes Leben führen, gehöre zu den größten Glücksmomenten der Vereinsgeschichte.

„Sie sind nicht nur krebskranke Kinder. Sie sind Kinder.“

Aynur Çelikdöven machte deutlich, dass die Arbeit von Weg der Hoffnung weit über die Begleitung während einer Erkrankung hinausgeht. Im Mittelpunkt stehe auch das Recht jedes Kindes, trotz seiner Krankheit Kind sein zu dürfen.

Seit der Gründung setzt sich der Verein dafür ein, dass Kinder lachen, spielen, Zeit mit ihren Freunden verbringen und ihre Träume nicht aus den Augen verlieren.

Jedes Kind habe das Recht auf Liebe, Freude, Hoffnung und die Vorstellung einer schönen Zukunft. Mit diesen Worten erinnerte Çelikdöven an die Werte, die die Arbeit von Weg der Hoffnung seit 25 Jahren prägen.

Hinter 25 Jahren Engagement steht eine große Gemeinschaft

In ihrer Rede dankte Aynur Çelikdöven allen Menschen, die den Verein auf seinem Weg begleitet und unterstützt haben. Besonders wichtig war ihr dabei die Feststellung, dass die Entwicklung von Weg der Hoffnung niemals das Verdienst einer einzelnen Person gewesen sei.

Ihr Dank galt den Familien, mit denen sie den Verein gegründet hatte, den Vorstandsmitgliedern, Ehrenamtlichen und Vereinsmitgliedern sowie den Ärzten, Pflegekräften, Sponsoren, Spendern und allen Freunden und Unterstützern.

„Diese 25 Jahre sind kein Weg, den ich allein gegangen bin. Es ist unser gemeinsamer Weg.“

Çelikdöven erzählte auch, dass sie immer wieder gefragt werde, wie sie es geschafft habe, über so viele Jahre weiterzumachen. Ihre Antwort darauf sei ganz einfach:

„Für unsere Kinder.“

Schon ein kleines Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes lasse alle Mühen vergessen. Und wenn eine Mutter von Herzen sage: „Wie schön, dass es euch gibt“, schenke das neue Kraft, weiterzumachen.

Gemeinsam voller Hoffnung in die Zukunft

Zum Abschluss ihrer Rede richtete Aynur Çelikdöven einen eindringlichen Appell an die Gäste, den Verein auch weiterhin zu unterstützen. Nur durch anhaltenden Zusammenhalt und Solidarität könne Weg der Hoffnung noch mehr Familien erreichen, weiteren Kindern Freude schenken und Menschen in schwierigen Lebenssituationen zur Seite stehen.

„Lasst Weg der Hoffnung nicht allein. Steht unseren Kindern auch weiterhin zur Seite. Lasst uns gemeinsam noch mehr Familien erreichen.“

Dass aus einer kleinen Gruppe betroffener Familien, die sich vor 25 Jahren gegenseitig helfen wollten, heute eine große Gemeinschaft geworden ist, gehörte zu den zentralen Botschaften des Abends.

Die Jubiläumsfeier in Oberhausen bot Gelegenheit, auf die geleistete Arbeit zurückzublicken, der verstorbenen Kinder in Liebe zu gedenken und gemeinsam neue Hoffnung für die kommenden Jahre zu schöpfen.

Aynur Çelikdöven brachte die Bedeutung des 25-jährigen Weges mit folgenden Worten auf den Punkt:

„Wo Hoffnung ist, ist auch ein Weg. Wo Hoffnung ist, ist auch Kraft. Wo Hoffnung ist, gibt es auch ein Morgen.“

Seit 25 Jahren begleitet Weg der Hoffnung krebskranke Kinder und ihre Familien. Mit derselben Verbundenheit, Solidarität und Zuversicht möchte der Verein diesen Weg auch in Zukunft gemeinsam weitergehen.

Möge die Hoffnung niemals enden.

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